Social Recruiting: Tipps und Tricks zur Umsetzung gegen den Fachkräftemangel

Für immer mehr Unternehmen sind die Auswirkung des Fachkräftemangels spürbar und es ist oft schwer, passende Bewerber:innen zu rekrutieren. Immer häufiger werden daher neue Wege der Personalakquise gegangen. Einer dieser Wege ist das Social Recruiting. In diesem Artikel erkläre ich, was Social Recruiting ist, warum es sich derzeit zunehmender Beliebtheit erfreut und was bei der praktischen Umsetzung zu beachten ist. So können Sie diese Möglichkeit der Personalakquise informiert bewerten und erfolgreich einsetzen.

Social Recruiting ist eine Maßnahme zur Personalbeschaffung über Social Media

Für Social Recruiting finden soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, LinkedIn,  XING, Twitter und YouTube Verwendung. Auf diesen Plattformen werden entweder Stellenanzeigen in Form von bezahlter Werbung geschaltet, oder aber Direktnachrichten an Nutzer:innen versendet (auch bekannt als „Active Sourcing“).

Durch umfangreiche Auswahlkriterien für die jeweilige Zielgruppe haben Sie die Möglichkeit, genau die passenden potenziellen Arbeitnehmer:innen zu erreichen, wenn sie abends entspannt auf dem Sofa durch ihren Social-Media-Newsfeed scrollen. Das Social Recruiting kann auf Grundlage der Bewerberansprache differenziert werden (aktiv oder passiv). Dieser Artikel befasst sich mit den Möglichkeiten der passiven Ansprache von Bewerber:innen durch das Schalten von Werbeanzeigen.

Social Recruiting bietet große Zielgruppen, ressourcenschonende Nutzung und neue Wege der Ansprache

Drei große Faktoren machen Social Recruiting attraktiv und effizient.

  1. Große Zielgruppe: Die meisten Arbeitnehmer:innen sind in den sozialen Medien aktiv und können hier relativ direkt angesprochen werden. Zudem bieten die sozialen Medien einen neuen Pool an Talenten.
  2. Effiziente, ressourcenschonende Nutzung: Durch den hohen Weiterverteilungseffekt in Social Media können mit dem Social Recruiting zeit- und kosteneffizient viele Menschen angesprochen werden – gerade dann attraktiv, wenn die internen Ressourcen knapp sind.
  3. Neuer, moderner und persönlicher Zugang zu Bewerber:innen: Die Nutzung der sozialen Medien bietet Unternehmen einen neuen Zugang zu Bewerbern. Während auf etablierten Job-Börsen zumeist starre Strukturen herrschen, haben die sozialen Medien ihre eigenen Regeln – der Umgangston ist lockerer, Kontakte sind persönlicher und das Beste: auch latent wechselwillige Kandidaten können angesprochen werden.

Der Social-Recruiting-Prozess kann individuell gestaltet werden

Der Recruiter erstellt eine Werbeanzeige, z.B. im Meta-Werbeanzeigenmanager für Facebook/Instagram oder im XING- oder LinkedIn Kampagnen-Manager. Diese Anzeige besteht aus einem oder mehreren knackigen Text(en), ansprechenden Grafiken/Videos sowie einem Verweis auf das Stellenangebot. Dieses kann entweder in dem entsprechenden sozialen Netzwerk oder auf der Webseite angelegt sein. Beim Schalten der Werbeanzeige kann die Zielgruppe nach demografischen Merkmalen, beruflichen Merkmale und Interessen zielgerichtet eingeschränkt werden, was den Streuverlust gegenüber anderen Medien deutlich verringert.

Je nach Stellenprofil kann ein passendes Budget und eine angemessene Laufzeit gewählt werden. Der Vorteil gegenüber klassischen Stellenportalen ist, dass die Anzeige jederzeit gestoppt werden kann und nur das Budget abgerechnet wird, was genau bis zu diesem Zeitpunkt ausgegeben wurde.

Sobald die Werbeanzeige veröffentlich wird, liefert die Social-Media-Plattform diese an die passenden Nutzergruppen aus, umfangreiche Statistiken erlauben eine laufende Optimierung. Nutzer sehen das Stellenangebot und bewerben sich über die dort angebotenen Wege.

Social Recruiting muss überlegt und hochwertig sein, um erfolgreich zu wirken

Social-Media-Plattformen mit Bedacht wählen

Unterschiedliche soziale Netzwerke haben unterschiedliche Nutzer. So sind auf LinkedIn eher weniger Krankenschwestern anzutreffen, vice versa werden hochkarätige Investmentbanker ihre Stellensuche nicht auf Facebook durchführen. In der Regel eignet sich LinkedIn für klassische Bürotätigkeiten und Arbeitskräfte die IT- und technikaffin sind und auch während ihrer Arbeitszeit einen Computer nutzen.  Facebook und Instagram sind wertvoll für handwerkliche und soziale Berufe sowie Azubis. Hier lohnt sich immer eine Prüfung des Einzelfalles, da auch XING, Twitter und Reddit für manche Berufsbilder die passende Plattform sind.

Hochwertige Stellenanzeigen erstellen

Um professionell und anziehend zu wirken, braucht eine Stellenanzeige einen fehlerfreien, ansprechend und lebendig geschriebenen Text sowie aussagekräftige, attraktive Bilder und Videos. Diese sollten einen authentischen und positiven Einblick in das Arbeitsumfeld geben. Auch der Inhalt des Stellenangebotes muss mit einem marktgerechten Gehalt, einer für die Zielgruppe ansprechenden Tätigkeitsbeschreibung und  attraktiven Benefits überzeugen.

Den Bewerbungsprozess so kurz wie möglich und so lang wie nötig halten

Social Recruiting ähnelt Speeddating – machen Sie also bitte kein Candlelight-Dinner mit langen Abfragen von persönlichen Daten daraus. Im ersten Schritt reicht es, die wichtigsten Fakten abzufragen, die eine Selektion für den weiteren Prozess ermöglichen. Halten Sie die Hemmschwelle für eine Bewerbung gering!

Das Social Recruiting durch gutes Employer-Branding unterstützen

Bewerber:innen ist es immer wichtiger, bei einem Unternehmen zu arbeiten, dessen Werte sie teilen und in dem sie sich wohlfühlen. Daher ist es essenziell, Social-Media-Präsenzen zu pflegen, die einen tieferen Einblick in das Unternehmen, das Arbeitsumfeld und das Team bieten. 

Fazit

Social Recruiting ist ein neuer und effizienter Weg, potenzielle Arbeitnehmer:innen anzusprechen, der sich parallel zu anderen Personalbeschaffungsmaßnahmen einsetzen lässt. Wichtig ist vor allem eine professionelle, durchdachte Umsetzung und ein gutes Employer Branding im Hintergrund.

Wenn Sie eine individuelle und kostenlose Erstberatung zum Thema Social Recruiting wünschen, buchen Sie gern einen Termin und wir besprechen Ihre Möglichkeiten der Personalgewinnung über die sozialen Medien:

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