Facebook- und Instagram-Accounts verbinden – Pros, Cons & Anleitung

Vor neun Jahren kaufte der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Social-Media-Plattform Instagram. Durch einen einfachen Klick können Sie heute Ihr Unternehmensprofil auf Facebook mit Ihrem Instagram-Profil verbinden. So können Sie ganz einfach Beiträge in beiden Plattformen gleichzeitig publizieren. Klingt verlockend, oder?! Allerdings bringt die Plattformverknüpfung Vor- und Nachteile mit sich. Wir erklären die Pros & Cons und zeigen Ihnen, wie Sie die beiden Profile in wenigen Schritten verbinden.

Die Plattformen Facebook und Instagram im Überblick

Eines ist Ihnen wahrscheinlich bekannt: Instagram und Facebook zählen zu den größten und aktivsten Social-Media-Plattformen. So erreicht Facebook 2,8 Milliarden NutzerInnen weltweit. Bei Instagram sind es zurzeit 1,6 Milliarden.[1] Allein in Deutschland wird Facebook von 32 Millionen UserInnen monatlich genutzt. Bei Instagram sind es 21 Millionen im Monat.[2] Davon nutzen täglich allein über 500 Millionen die Instagram-Story-Funktion.[3] Obwohl es für beide Plattformen auch eine Desktop-Version gibt, werden sie weiterhin überwiegend über Mobilgeräte genutzt.[4]

Die Ursprungsidee von Facebook war, eine Plattform zur Förderung von Austausch und Kommunikation zu bieten. Dies wiederum ermöglicht Unternehmen einen direkten Dialog mit (potenziellen) Kunden. Die bildbasierte Plattform Instagram hingegen wurde vor allem bei den NutzerInnen beliebt, die sich für visuelle Inhalte interessieren. Mit der Einführung von den Instagram Stories stieg die Beliebtheit der Plattform enorm und ist bis heute aus dem Social-Media-Marketing nicht mehr wegzudenken.  

Was sind die Vorteile einer Verknüpfung von Facebook und Instagram? Worin liegt der Mehrwert für Unternehmen?

Durch eine Verknüpfung Ihres Facebook-Profils mit Ihrem Instagram-Account können Sie Publikationen der Plattformen synchronisieren. Damit ist es möglich, Inhalte wie beispielsweise Bilder, Videos, Texte und Hashtags von Instagram direkt in dem Newsfeed von Facebook zu übernehmen. Andersherum können Sie auch Inhalte aus Ihrem Facebook-Profil für Instagram nutzen. Auch können bereits veröffentlichte Inhalte von Facebook zu einem späteren Zeitpunkt auf Instagram gepostet werden. Die Inhalte auf beiden Plattformen zu veröffentlichen spart Zeit bei der Erstellung und Veröffentlichung der Beiträge: Zwei Plattformen werden mit gleichem Aufwand bespielt wie eine und sie erhalten so mehr Reichweite. Ein zusätzlicher positiver Aspekt der Verknüpfung ist, dass Sie Anzeigen für Ihr Instagram-Profil direkt in Ihrem Facebook-Werbeanzeigenmanager planen und erstellen können. Weitere Vorteile sind die Verwaltung von Kommentaren und Nachrichten über beide Plattformen sowie die Möglichkeit, die Unternehmensdaten und Kontaktinformationen jeweils zu bearbeiten oder direkt zu synchronisieren.

Was sind die Nachteile einer Verknüpfung von Facebook und Instagram?

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Was spricht denn dagegen, die Inhalte doppelt auszuspielen, wenn es sowieso zwei unterschiedliche Plattformen sind? Der größte Nachteil liegt im unterschiedlichen Charakter der Plattformen: Das Format der Beiträge und auch die Erwartungen der Nutzer sind unterschiedlich.

In Facebook sind die Posts aktuell zum Beispiel 940x788px groß, während Instagram noch in quadratischen Formaten mit 1080x1080px arbeitet. Problematisch wird es auch bei dem Inhalt der Beiträge. Sie sollten darauf achten, dass bei Instagram das Visuelle im Vordergrund steht. Instagram-FollowerInnen orientieren sich an den Bildern und weniger am Text. Produkte, die visuell schlecht dargestellt werden können, haben es auf Instagram schwer – hier ist es hilfreich, mit anderen Inhalten zu arbeiten und diese visuell darzustellen. Das kann zum Beispiel ein Foto der Mitarbeitenden sein.

Auf Facebook ist es einfacher, Content zu vermitteln, der nicht rein visuell ist. Hier können Sie variieren zwischen: Videos, Produktbildern, User-generated Content, Blogartikeln, Verlinkungen zu Partnern, etc. Ein großer Vorteil von Facebook ist, dass auf externe Seiten verlinkt werden kann. Das ist auf Instagram bislang noch nicht möglich. Ein zusätzliches Problem bei der automatischen Replizierung von Beiträgen zwischen Facebook und Instagram ist die Zielgruppe: Auf Facebook bewegen sich viele NutzerInnen über 25 Jahre, während Instagram überwiegend von 14- bis 30-Jährigen genutzt wird. Auch hier lohnt es sich, unterschiedliche Interessen durch individuell gestaltete Beiträge zu bedienen.

Voraussetzungen & Anleitung: Wie verknüpfe ich Facebook mit Instagram?

Um die beiden Konten verknüpfen zu können, müssen Sie zum einen Administrator der Facebookseite im Business-Manager sein. Des weiteren ist wichtig zu wissen, dass ein Privat-Account von Instagram nicht mit einer Unternehmensseite auf Facebook verbunden werden kann. Hierzu müssen Sie Ihr Konto zuallererst in einen Business-Account umwandeln. Eine Anleitung dazu finden Sie hier. Der Business-Account gibt Ihnen die Möglichkeit der Verknüpfung und den Zugriff auf zusätzliche Insights. Sobald sie Ihr Instagram-Konto erweitert haben, ist die Verknüpfung einfach.

Verknüpfung der Kanäle über Facebook

Sie können die beiden Plattformen auch direkt von Ihrer Facebookseite verknüpfen. Gehen Sie dazu auf Ihre Seite. Klicken Sie in der linken Spalte auf den untersten Punkt „Einstellungen“. Sie gelangen so zu den Seiteneinstellungen. Hier finden Sie in der unteren Hälfte den Menüpunkt „Instagram“. Klicken Sie auf „Instagram-Konto verknüpfen“ und geben Sie die entsprechenden Login-Daten für Ihre Seite ein.

Verknüpfung der Kanäle über Instagram

Klicken Sie auf Ihr Profil, indem Sie unten rechts Ihr Profilbild antippen. Gehen Sie dann über das Burgermenü (drei Striche) oben rechts auf den Unterpunkt „Einstellungen“. Gehen Sie dann auf die Auswahl „Unternehmen“. Hier klicken Sie auf „Mit einer Facebook-Seite verbinden“. Dieser Button heißt häufig auch nur „Verknüpfen oder Erstellen“. Jetzt müssen Sie sich nur noch einloggen und auswählen, ob die Inhalte auf beiden Plattformen automatisch gepostet werden oder nicht.

So posten Sie Beiträge gleichzeitig auf Facebook und Instagram

Über Facebook:
Nachdem Sie Ihre Facebookseite mit dem Instagram-Konto verbunden haben, haben Sie fortan die Möglichkeit, Beiträge, die Sie auf Facebook posten, gleichzeitig auch auf Instagram zu veröffentlichen. Gehen Sie dazu wie gewohnt über den „Beitrag erstellen“-Button auf Ihrer Facebookseite in die Beitragserstellung. Unter dem Punkt „Platzierungen“ (i.d.R. oben links) haben Sie die Option, neben der Facebookseite auch den verknüpften Instagram-Account für die Veröffentlichung auszuwählen. Klicken Sie dazu einfach die Checkbox vor dem Profilnamen an, bevor Sie den Beitrag planen oder veröffentlichen und Ihr Beitrag wird auch auf Instagram gepostet. Sie können die Beitragstexte an dieser Stelle auch für jede Plattform personalisieren. Wählen Sie dazu in der mittleren Spalte jeweils den Reiter „Facebook“ oder „Instagram aus, um den Text für Facebook und Instagram jeweils anzupassen Plattformen anzupassen. Soll der Beitragstext identisch sein für beide Profile, geben Sie ihn wie gewohnt in der linken Spalte ein.

Über Instagram:
Nachdem Sie Ihr Instagram-Konto mit Ihrer Facebookseite verbunden haben, haben Sie nun die Möglichkeit, Ihre Instagram-Beiträge gleichzeitig auch auf Ihrer Facebookseite zu veröffentlichen. Erstellen Sie dazu zunächst wie gewohnt einen Beitrag über das Pluszeichen in Ihrem Instagram-Profil. Bevor Sie auf „Teilen“ klicken, können Sie entscheiden, auf welchen (verknüpften) Social-Media-Profilen der Beitrag ebenfalls veröffentlicht werden soll. Wählen Sie dort Ihre verknüpfte Facebookseite aus und klicken anschließend auf „Teilen“, um den Beitrag zu posten.

Fazit: Die Verknüpfung spart viel Zeit, wenn die Bedürfnisse auf beiden Plattformen identisch sind

Der größte Vorteil der Verknüpfung von Facebook und Instagram liegt in der höheren Effizienz der Content-Erstellung: Sie können einen Beitrag mit nur einem Klick auf zwei Plattformen gleichzeitig veröffentlichen. Allerdings empfiehlt es sich, das automatische Posten von Content gut zu durchdenken. Beide Plattformen sollten auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Es kommt also auf den Einzelfall an. Das reine Replizieren der Inhalte kann durchaus sinnvoll und zielführend sein, es besteht jedoch die Gefahr, an der Zielgruppe vorbei zu kommunizieren.  In passenden Szenarien ist die Verknüpfung ein wertvolles Tool, um Zeit zu sparen.

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Quellen

[1]
https://blog.wiwo.de/look-at-it/2021/03/16/die-nutzerzahlen-der-groessten-social-media-dienste-weltweit-und-in-deutschland/#:~:text=Demnach%20liegt%20Facebook%20weltweit%20mit,Menschen%20immerhin%20auf%20Rang%20drei

[2]
https://www.internetworld.de/social-media-marketing/social-community/aktuelle-social-media-nutzerzahlen-in-deutschland-weltweit-2649131.html

[3]
https://allfacebook.de/instagram/instagram-nutzer-deutschland

[4]
https://allfacebook.de/toll/state-of-facebook#:~:text=Facebook%20hat%20inzwischen%20fast%201,%C3%BCber%20600%20Millionen%20aktiven%20Nutzern.

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