Digitalisierungsförderung – Hilfe zur Selbsthilfe für den Mittelstand

Corona-Pandemie, Lockdowns, geändertes Kundenverhalten – und Ihrem Unternehmen fehlen die finanziellen Ressourcen, um in Digitalisierung zu investieren, damit Sie am Markt mithalten oder einen neuen Markt erschließen können? Atmen Sie auf: Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen gibt es vielseitige Förderprogramme von Bund und Ländern, die Digitalisierungsprojekte unterstützen. Und noch eine gute Nachricht: In den meisten Fällen sind diese Förderungen auch für Unternehmen verfügbar, die durch die Pandemie(noch) nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Wer wird gefördert?

Die Förderung von Bund und Ländern in den verschiedenen Bereichen der Digitalisierung ist je nach Programm für kleinere und mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und einem Jahres-Umsatz von maximal 50 Mio. konzipiert.

Was wird gefördert?

Zusammenfassend kann man sagen: In Summe wird über die verschiedenen Programme sowohl Forschung und Analyse, Beratung, Strategieentwicklung, als auch die Umsetzung (Hardware, Software, Betriebsmittel und Arbeitsleistung) gefördert. Also alle Aspekte der Digitalisierung.

Im Detail:

• Einführung neuer digitaler Systeme für Produkte, Dienstleistungen, Strategien und Konzepte
• Beratungsleistungen und Begleitung zur digitalen Markterschließung, digitalisierte Geschäftsprozesse und IT-Sicherheit
• Investitionen in digitale Technologien (Hard- und Software) und Qualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
• Inanspruchnahme von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Bereich von Produkt-, Dienstleistungs- und Verfahrensinnovationen
• Investitionen und Betriebsmittel für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben

Welche Programme gibt es aktuell für kleinere und mittlere Unternehmen?

„Digitalisierungsprämie PLUS“       L-Bank
Die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Verbesserung der IKT-Sicherheit, sowie die im Rahmen des Digitalisierungsprojekts notwendigen Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden hiermit gefördert.

  • Wer: Unternehmen mit max. 500 Beschäftigten, letzte Förderung nicht länger als ein Jahr her
  • Was: Einführung neuer digitaler Systeme (beinhaltet keine gesetzlich verpflichtenden Systeme) für Produkte, Dienstleistungen, Strategien und Konzepte, Erhöhung der Informations- und Kommunikationstechnik
  • Wie: Reine Zuschussförderung oder Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss für 10.000 bis 200.000 Euro
  • Antrag: Der Zuschuss bei der L-Bank, das Darlehen zusammen mit der Hausbank, beides durch das Unternehmen oder die Hausbank

„Digital Jetzt“ digital jetzt

fördert Investitionen in Soft- und Hardware und die Qualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

  • Träger: Bundesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (BMWi)
  • Wer: Unternehmen mit 3 bis max. 499 Beschäftigte
  • Was: Module 1: Digitale Technologien (Soft- und Hardware), Modul 2: Qualifizierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • Wie: Zuschuss Modul 1: mind. 17.000  Euro und Modul 2: 3.000 Euro max. 50 Prozent Förderquote und mind. 34.000 Euro (ab 01.07.2021 42.500 Euro) Projektvolumen
  • Antrag: Online Digitalisierungs- und Finanzierungsplan durch das Unternehmen beim BMWi
  • (ACHTUNG, erst ab dem 01.Dezember wieder möglich)

„ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“erp

Es werden Betriebsmittel und Digitalisierung für die Entwicklung neuerer, besserer Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen gefördert.

  • Wer: Unternehmen mit max. 250 Beschäftigten und 50 Mio. Euro Umsatz (auch für Freiberufler)
  • Was: Betriebsmittel für Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben
  • Wie: 25.000 bis 25 Mio. Euro als Kreditbetrag und Ergänzung zum Kredit
  • Antrag: Durch die Finanzierungspartner, mit denen der Kreditvertrag abgeschlossen werden soll, bei der KFW

„Innovationsgutschein Hightech Digital“       innovationsgutschein hightech digital

Hier werden anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben etablierter Unternehmen, die digitale Produkte und Dienstleistungen entwicklen, gefördert.

  • Träger: Bundesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (BMWi)
  • Wer: Unternehmen mit max. 100 Beschäftigten und 20 Mio. Euro Umsatz
  • Was: Inanspruchnahme von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Rahmen von Produkt-, Dienstleistungs- und Verfahrensinnovationen, u.a. auch Materialkosten (z.B. beim Prototypenbau); kann mit Innovations-Gutscheinen kombiniert werden
  • Wie: Zuschuss bis zu 20.000 Euro und max. 50 Prozent der Ausgaben, mind. 40.000 Euro (netto) an förderfähigen Ausgaben
  • Antrag: Nach den formalen Antragskriterien mit evtl.15-minütiger Präsentation durch das Unternehmen

„go-digital“        go digital

fördert die Beratungs- und Umsetzungsleistungen im Bereich Online- Marketing, digitaler Geschäftsprozesse und IT-Sicherheit durch autorisierte Unternehmen.

  • Träger: Bundesministerium für Wirtschaft, Arbeit- und Wohnungsbau (BMWi)
  • Wer: KMUs mit max. 100 Beschäftigten und 20 Mio. Euro Umsatz
  • Was: Beratungsdienstleistungen in den Bereichen „Digitale Markterschließung“, „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ und „IT-Sicherheit“
  • Wie: Fördersatz von max. 50 Prozent für max. 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr
  • Antrag: Das Beratungsunternehmen stellt für das Unternehmen den Förderantrag beim BMWi

Fazit

Schritte der Digitalisierung sind in vielen Branchen und Unternehmensbereichen wertvoll und zeitgemäß, insbesondere
in Corona- bzw. Krisen-Zeiten, aber auch darüber hinaus. Genau hier unterstützen Förderprogramme. Sprechen Sie uns
deshalb gerne an. Wir von YNovation können Ihnen mit unserem Know-helfen, das richtige Programm
zu identifizieren und Fördergelder zu beantragen. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise haben
uns noch weit über den Winter hinaus fest im Griff. Nutzen Sie die Zeit – und vielleicht auch die Zwangspause – dafür, Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen!

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