Diese sechs Fehler sollten Sie bei Ihrer Facebook-Werbung vermeiden

Ihre Facebook-Anzeigen bringen nicht den gewünschten Erfolg? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Facebook-Werbetreibenden, die wahrscheinlich einen der folgenden, grundlegenden Fehler begehen. Damit Sie in Zukunft im Rahmen Ihrer Facebook-Werbung kein Budget verlieren, habe ich Ihnen nachfolgend die sechs häufigsten Fehler zusammengestellt, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

#1: Falsches Kampagnenziel ausgewählt

Der erste große Fehler, den Sie beim Schalten von Facebook Ads vermeiden sollten, ist die Auswahl eines falschen Kampagnenzieles. Bevor Sie die Kampagnen starten, klären Sie genau: Was ist Ihre Zielsetzung? Haben Sie darauf eine konkrete Antwort, dann entscheiden Sie sich auch für das richtige Kampagnenziel. Facebook stellt gleich zu Beginn drei Ziele zur Auswahl. Über diesen Link erfahren Sie mehr zu den Zielen Bekanntheit, Erwägung und Conversion.

Richtige Marketingziel für Facebook Ads auswählen (Fehler bei Facebook Werbung)

Möchten Sie beispielsweise Ihre Verkäufe ankurbeln, dann sollten nicht das Ziel „Traffic“ auswählen. Hierbei optimiert Facebook auf Webseitenbesuche und nicht auf Verkäufe. Besser eignet sich in diesem Fall z.B. „Conversions“ oder „Katalogverkäufe“.

Das gleiche gilt, wenn Sie mehr Newsletterabonnenten gewinnen möchten. „Traffic“ wäre hier falsch, denn Newsletteranmeldungen sind Conversions und somit sollte auch diesbezüglich optimiert werden.

Die Auswahl des richtigen Marketingziels für Werbeanzeigen ist sehr wichtig, damit der Facebook-Algorithmus die richtige Ausrichtung hat.

#2: Nur eine Anzeige nutzen

Egal wie sicher Sie sich einer stundenlang vorbereiteten und vermeintlich perfekten Anzeige sind: Schalten Sie niemals nur eine Anzeige! Oftmals ist Ihre Meinung nur eine subjektive Betrachtung. Erstellen Sie grundsätzlich mehrere Anzeigen und überlassen Sie die optimierte Auslieferung für beste Ergebnisse Facebook. Durch verschiedene Ad-Variationen hat Facebook Spielraum, die besten Resultate für das kleinste Budget zu erzielen und ermöglicht Ihnen ein aufwandsarmes A/B Testing. Wie Sie die Anzeigen dabei gestalten steht Ihnen völlig frei: So können Sie zum Beispiel unterschiedliche Anzeigentexte, Titel oder Bilder gegeneinander testen.

Das wichtigste Element bei der Anzeige ist jedoch ohne Zweifel das Bild. Überlegen Sie gut, welches Sie verwenden!

Auch wenn es notwendig ist, mehrere Anzeigen in einer Anzeigengruppe zu haben, sollten Sie darauf achten nicht zu viele Anzeigen anzubieten. Dies gilt besonders, wenn Sie mit einem kleinen Budget arbeiten. Der Facebook-Algorithmus braucht mindestens 50-100 Conversions pro Anzeigengruppe pro Woche, um optimal zu laufen. Je mehr Anzeigen und Anzeigengruppen Sie schalten, desto höher muss auch das Budget sein, damit Facebook die Anzeigen effizient schalten kann.

#3: Keine klar definierte Zielgruppe

Genau wie die Zielvorstellung ist auch eine passende Zielgruppe sehr wichtig. Investieren Sie dementsprechend viel Zeit, um Ihre perfekte Zielgruppe herauszufinden. Wen möchten Sie ansprechen? Facebook bietet dabei viele Targeting-Möglichkeiten, um den bevorzugten Nutzerkreis genau zu bestimmen. So können z.B. Filter zum Alter, Geschlecht, bestimmten Interessen, Sprache, Wohnort oder auch Verhaltensweisen gesetzt werden.

Achten Sie bei beim Zielgruppen-Targeting aber auch darauf, nicht zu viele Einschränkungen zu machen. Je mehr Faktoren Sie festlegen, desto kleiner wird Ihre Zielgruppe und eine zu kleine Zielgruppe sorgt für höhere Kosten. Ist Zielgruppe zu groß und ungenau, leidet Ihre Werbekampagne unter Streuverlusten. Facebook gibt hier eine erste Indikation über den Tachometer-ähnlichen Anzeiger rechts bei der Zielgruppendefinition: er sollte im grünen Bereich sein.

Facebook Zielgruppen-Insights (Fehler bei Facebook Werbung)

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp: Sollten Sie Probleme dabei haben, Ihre Zielgruppe zu definieren, hilft Ihnen vielleicht das kostenlose Facebook-Tool „Zielgruppen-Insights. Damit erhalten Sie tiefe Einblicke in die Merkmale und Interessen Ihrer Zielgruppe. Das Tool finden Sie im Werbeanzeigenmanager unter „Plan“.

#4: Falsche Platzierungen verwenden

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Anzeigen über insgesamt sieben verschiedenen Platzierungsarten schalten zu lassen: Feeds, Stories, In-Stream, Suche, Platzierungen bei Facebook Werbeanzeigen (Fehler bei Facebook Werbung)Nachrichten, In-Article und Apps & Websites. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Anzeigen nicht über „automatische Platzierungen“ ausspielen, denn die einzelnen Platzierungen eignen sich je nach Marketingziel besser oder schlechter. Für manche Platzierungen sind unterschiedliche Anzeigen-Formate notwendig. Damit Sie am Ende keine Probleme mit der Darstellung der Anzeigen haben, sollten Sie für jede Platzierung das passende Format erstellen und über die Anzeigenvorschau überprüfen.

Achten Sie außerdem auf die Auswahl der Geräte.

Geräte Auswahl im Werbeanzeigenmanager (Fehler bei Facebook Werbung)

 

 

 

Haben Sie beispielsweise keine für Mobilgeräte optimierte Website, dann schalten Sie nur Werbung für Desktop-Computer. Es kann auch sein, dass sich in vergangenen Kampagnen gezeigt hat, dass die Conversionrate über Desktops viel höher ist als über mobile Endgeräte. Optimieren Sie Ihre Kampagne entsprechend.

Damit Sie mehr Einfluss darauf haben, wo Ihre Anzeigen geschaltet werden, bietet es sich an, Zielgruppen bzw. Anzeigengruppen nach Platzierungsarten aufzuteilen.

#5: Kein Facebook-Pixel genutzt

Der Facebook-Pixel ist sehr wichtig. Mit ihm ist es Ihnen möglich, Ihre Kampagnenziele wie Conversions, Leads oder Websitebesuche zu verfolgen und den Erfolg Ihrer Kampagne zu messen.

Außerdem ist dieser Code-Schnipsel der Ausgangspunkt für Retargeting-Maßnahmen und ermöglicht die Erstellung von Custom Audiences. So können Sie zum Beispiel Besucher Ihrer Website über Facebook nochmal erneut ansprechen.

Erst wenn Facebook über den Pixel die benötigten Informationen erhält, lässt sich die Kampagne ausreichend optimieren und das Potenzial des Facebook Algorithmus ausschöpfen.

Die Implementierung des Pixels ist kein Hexenwerk und eine Schritt-für-Schritt-Erklärung wie Sie den Pixel-Code in Ihre Website einfügen erhalten Sie von Facebook.

Hinweis: seit Inkrafttreten der DSGVO ist der rechtliche Rahmen für die Verwendung von Tracking-Pixeln strenger geworden. Keine Angst, Sie können den Facebook Pixel nach wie vor verwenden, müssen jedoch einige zusätzliche Punkte bei der Implementierung beachten wie beispielsweise das Opt-In der Besucher auf der Website. Informieren Sie sich vorher ausgiebig, was Sie alles beachten müssen.

#6: Kampagnen nicht aktiv überwachen

Kampagnen nicht aktiv zu überwachen ist einer der häufigsten und schwersten Fehler. Kümmern Sie sich regelmäßig um Ihre aktiven Anzeigen!

Werbekampagnen auf Facebook verlieren mit der Zeit an Effektivität und Leistung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Kampagnen regelmäßig nach Ihren definierten KPIs (Key Performance Indicators) analysieren und die Anzeigen optimieren. Mögliche zu analysierende Kennzahlen könnten beispielsweise der ROAS (Return on Advertising Spend), die Kosten, die Frequenz oder CPM (Tausender-Kontakt-Preis) sein. Wenn die Klickraten abnehmen oder die Kosten pro Klick steigen sollten Sie neue Anzeigen erstellen.

Auch wenn regelmäßiges Analysieren und Optimieren den Erfolg Ihrer Anzeigen steigert, sollten Sie es hier nicht übertreiben und täglich Veränderungen vornehmen. Jede Änderung an den Einstellungen und Anzeigen startet die Lernphase von Facebook neu. Der Algorithmus braucht dafür mindestens drei Tage und eine gewisse Anzahl an Klicks oder generierten Conversions, um ausreichend Informationen für eine optimierte Auslieferung der Kampagnen sammeln zu können. Geben Sie Facebook diese Zeit!

Fazit: Nutzen Sie das Potenzial von Facebook-Anzeigen und vermeiden Sie unnötige Fehler

Facebook-Anzeigen sind ein attraktives Werkzeug, mit dem Sie mit wenig Geld sehr viel erreichen können, vorausgesetzt, Sie setzen diese richtig um und vermeiden unnötige Fehler. Seien Sie sich bewusst, welche Marketingziele und welche Zielgruppe Sie erreichen möchten und messen und analysieren Sie regelmäßig die Leistung Ihrer Anzeigen. Wenn Sie es schaffen, die oben beschriebenen sechs Fehler zu vermeiden, sind Sie anderen Werbetreibenden schon einen großen Schritt voraus.