Social Media in 2017 – Wo geht die Reise hin?

Der Jahreswechsel ist immer ein guter Zeitpunkt um Fazit zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen: Wie wird sich Social Media in 2017 entwickeln?
Ich sehe für 2017 drei große Trends, die Firmen bei der Nutzung von Social Media auf dem Radar haben sollten:

Multimedia wird – immer noch – immer beliebter

Er hat schon einen angegrauten Bart, aber dieser Trend ist immer noch sehr wichtig:Pixabay_postcards-456552_1280
Nutzer lieben leicht konsumierbaren Multimedia-Content. Bilder und kurze Videos sind der absolute Trumpf in sozialen Netzwerken und erzielen nach wie vor die höchsten Interaktionsraten. Daher sollten auch Unternehmen mit Bildern und Videos (5-30 Sekunden reichen vollkommen) arbeiten, um diese Chance für sich zu nutzen. Längere Blogartikel oder YouTube-Videos mit entsprechendem Informationsgehalt haben auch ihre Berechtigung, aber stellen Sie sich immer die Frage: „Geht es nicht noch kürzer?“.

Shopping auf sozialen Netzwerken

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In 2015 und 2016 verdienten die Plattformen vor allem Geld damit, Firmen über bezahlte Werbung und damit Reichweite und Klicks zu verkaufen. In 2017 wird das direkte Geldverdienen nun auch für die Nutzer von sozialen Netzwerken einfacher: Facebook hat die vor einigen Jahren schon einmal gescheiterte Idee der Facebook-Shops wiederbelebt, Instagram testet „Shop Now“-Buttons mit Pilotkunden und Pinterest bietet bereits seit 2015 in den USA „Buyable Pins“ an – vielleicht wird diese Funktionalität in 2017 auch für Deutschland ausgerollt.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Je nach Branche (je B2C- und produktlastiger, desto einfacher) kann die Facebook-Shop-Funktionalität schon heute nützlich sein, um ausgewählte Produkte für Ihre Kunden noch sichtbarer und leichter kaufbar zu machen.
Nach wie vor wird reines Verkaufen auf Social Media jedoch nicht funktionieren: Der Fokus von Unternehmen sollte weiterhin darauf liegen, die eigene Marke aufzubauen und eine Beziehung mit der Zielgruppe aufzubauen – dann werden die Produkte auch gekauft.

Neuordnung der Plattformen

2017 wird das Jahr, in dem etablierte Plattformen beginnen, ihren Stammplatz zu verlieren.Pixabay_tree-200795_1280
Nachdem Facebook in den letzten Jahren konstant auf Platz 1-3 der meist aufgerufenen Webseiten in Deutschland lag, sackte die Plattform dieses Jahr zum ersten Mal im November und Dezember auf Platz 6 ab. Sicherlich ist dies auch dem weihnachtlichen Kaufrausch auf Amazon und eBay mit zuzuschreiben, aber es ist klar zu beobachten, dass die jungen Nutzer Plattformen wie Snapchat oder Instagram (das inzwischen auch der Facebook Inc. gehört) bevorzugen.
Gleichzeitig liefern sich XING und LinkedIn ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im Dezember 2016 hatte XING nach wie vor im deutschsprachigen Raum mehr Nutzer aufzuweisen, LinkedIn wurde allerdings bereits häufiger aufgerufen, ein Trend, der sich fortsetzen wird.
Sie merken: An dem Status der etablierten Plattformen wird gerüttelt und es wird spannend zu sehen, wie die Plattformnutzung sich im kommenden Jahr entwickelt.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Social-Media-Nutzung auf jeden Fall mit einem strategischen Hintergrund und nicht plattformgetrieben „Wir wollen auch auf Facebook sein!“ angehen sollte.

Fazit

Social Media bleibt in Bewegung: Auch in 2017 wird es wieder einige Neuerungen geben und es lohnt sich für Unternehmen, das Ohr am Puls der Zeit zu lassen und Neuentwicklungen für sich zu nutzen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in 2017 – privat und beruflich, online und offline!

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