Ist Ihre Facebook-Werbung wirklich erfolgreich? So finden Sie es heraus!

Frau im Büro am ComputerWerbung auf Facebook schalten ist leicht, günstig und macht irgendwie auch Spaß: Ein bisschen Budget ist schnell freigegeben und die Ergebnisse klingen richtig gut: schon für ein- bis zweistellige Euro-Beträge erhält man Tausende  Impressionen, Klicks und Likes.
Aber wie wertvoll sind diese Ergebnisse wirklich?
Im Folgenden beschreibe ich drei Punkte, die Ihnen helfen die Ergebnisse konkret zu überwachen und ihren echten Wert einzuschätzen.

1. Erreichen Sie die richtige Zielgruppe?

Egal, ob Sie Impressionen, Interaktionen oder Fans „er-werben“ möchten: Prüfen Sie, ob Sie die richtigen Nutzer erreichen.
Schon beim Schalten der Werbung lohnt es sich, einzugrenzen, welchen Nutzer die Anzeige ausgeliefert wird, beispielsweise nach Alter, Geschlecht oder Ergebnisse einer Facebook-Anzeige, aufgeschlüsselt nach AlterInteressen.
In jedem Fall lohnt es sich, in den Ergebnissen der Werbeanzeigen das Drop-Down „Aufschlüsselung“ (rechts über den Ergebnissen) zu verwenden. So können Sie prüfen, wie viele Menschen Sie in welcher Altersgruppe, Region oder mit welchem Geschlecht erreicht haben – und zu welchem Preis.
Im Screenshot sehen Sie ein Beispiel, in dem ein Video beworben wurde. Hier sehen Sie in der Spalte „Kosten“, dass das Alterssegment von 18-24 Jahren bis zu doppelt so teuer pro „Ergebnis“ (in diesem Fall Videoaufruf) war wie andere Altersgruppen. In einem solchen Fall bietet es sich an, dieses Segment von der Anzeigenschaltung auszuschließen. Es ist genau Ihre Zielgruppe? Dann sollte die Anzeige überprüft und für diese Nutzergruppe optimiert werden.

2. Schauen sich die erreichten Nutzer Ihre Inhalte wirklich an?

Kurve mit der Anzeige der Videaufrufe und hoher AbsprungrateIm oben genannten Beispiel klingen die Ergebnisse toll: Für knapp 55 Euro wurden 2.362 Nutzer erreicht und es gab über 1.500 3-sekündige (oder längere) Videoaufrufe, die jeweils nur 4 Cent kosteten. Ein Schnäppchen, oder?
Aber schauen wir uns mal die Abspielstatistiken des Videos (Gesamtlänge 2:50 Minuten) an:
Die durchschnittliche Wiedergabedauer lag bei lediglich 6 Sekunden, in denen im Video nur der Vorspann und noch kein Produkt gezeigt wurde und nach 25 Sekunden waren nur noch 18,3% der Nutzer dem Video treu. Nur 4,42% betrachteten das Video bis zur Hälfte. Wie viele der 1.500 Videobetrachter haben also wirklich etwas über das Produkt gelernt?
Aus einer solchen Kurve kann man ablesen, dass das Video die Zielgruppe nicht fesselt, einen zu langen Vorspann hat und auch generell zu lang ist.

Auch sehen Sie, dass nur 1% der Nutzer auf „Abspielen“ geklickt hat – für die anderen 99% hat Facebook das Video automatisch abgespielt und es ist fraglich, ob die Nutzer es wirklich aktiv wahrgenommen haben.

3. Bringt die Werbung einen Mehrwert außerhalb von Facebook?

Hinter dem Schalten von Facebook-Werbung steht in der Regel ein konkretes Ziel: Möchten Sie Produkte verkaufen, Menschen auf Ihre Webseite locken oder einen Blogartikel streuen? Überwachen Sie unbedingt auch, ob diese Ziele erreicht werden.
Wenn Sie zwar viele Impressionen oder Likes auf Facebook erreichen, aber keine Produktkäufe oder wenige Webseitenbesuche stattfinden, müssen Sie abwägen, ob die Werbung so zielführend und eine sinnvolle Investition ist.
Sicherlich sind auch Interaktion und Sichtbarkeit auf Facebook für das Image und den Newsfeed-Algorithmus wertvoll, aber behalten Sie langfristig das endgültige Ziel im Blick.

Fazit

Facebook-Werbung ist eine günstige und effektive Möglichkeit um Werbung zu betreiben.Facebook-Statistiken auf Computer-Bildschirm
Lassen Sie sich aber auf keinen Fall von tollen Ergebnissen blenden, sondern hinterfragen Sie diese und messen Sie den Erfolg ganz konkret.
Es lohnt sich, Anzeigen täglich zu überwachen und Ergebnisse festzuhalten, um abzuschätzen, wie viel Leistung Sie tatsächlich für Ihr Geld bekommen.
Mein Bonus-Tipp für Sie: Legen Sie ein monatliches Budget für Facebook-Werbung fest und setzen Sie dieses zielgerichtet ein. Es ist so leicht, schnell mal einen Beitrag zu bewerben, wenn Facebook das mit einem schönen Button anbietet – aber solche kleinen Ausgaben summieren sich schnell und schaden (siehe Punkt 3 in diesem Artikel) ohne Strategie mehr als sie nutzen.

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